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Newsletterarchiv 2012

20.01.2012: Auswirkungen des neuen Entgeltsystems - Fachtagung Psychiatrie diskutiert

Fachöffentlichkeit diskutiert neues Psychiatrie-Entgeltsystem Regierung verabschiedet Gesetzentwurf - Kritik der Deutschen Kran-kenhausgesellschaft (DKG)

Bremen, 20. Januar 2012 — Knapp einen Monat vor der 4. Fachtagung Psychiatrie geht die Diskussion um das neue Psychiatrie-Entgeltsystem in eine neue Runde. Nachdem die Bundesregierung Anfang Januar den Entwurf für die Einführung der Psychiatrie-DRGs ab 2013 verabschiedete, hat nun die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) das Psych-Entgeltgesetz als leistungsfeindlich kritisiert. Die DKG erwarte Sorgfalt statt Schnelligkeit.
Betroffen von dem neuen Psychiatrie-Finanzierungssystem sind 402 Fachabteilungen und 336 Fachkliniken. Das Finanzvolumen der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung in Deutschland wird auf rund sechs Milliarden Euro beziffert. Die vierte Fachtagung Psychiatrie, die am 23. und 24. Februar in Berlin stattfindet, wird die Inhalte und Auswirkungen des geplanten neuen Psychiatrie-Finanzierungssystem ausführlich und kompetent vorstellen und diskutieren.

Auch in anderen Bereichen steht die Psychiatrie vor größeren Veränderungen, deren Auswirkungen psychiatrische Gesundheitsunternehmen, Mitarbeiter, Versorgungspartner und Patienten betreffen werden. Die zweitägige Veranstaltung setzt ihre Schwerpunkte mit den Themen „Personal — Management — Mitbestimmung“. Beschäftigte sowie Vertreter von Unternehmen und Gewerkschaften, aus Management, Politik und Wissenschaft diskutieren die brennendsten Fragen der psychiatrischen Versorgung in Deutschland.

Auf der Fachtagung Psychiatrie werden dazu u. a. vier Themenblöcke dargestellt und mit den Teilnehmer/-innen ausführlich diskutiert:

- Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung Die Arbeit an den Patienten in psychiatrischen Hilfenetzwerken erfordert neue Arbeitsprozesse und -strukturen. Hier gilt es, insbesondere auch aus Erfahrungen in anderen Unternehmens- und Dienstleistungsbereichen zu lernen.

- Personalgewinnung und Personalbindung Ein wichtiger Themenschwerpunkt wird sein, die ‚Erfolgsrezepte guter Arbeitgeber‘ zu beleuch-ten, kritisch zu hinterfragen und geeignete Schlussfolgerungen für die Arbeit in der Psychiatrie und im regionalen Hilfesystem zu diskutieren.

- Arbeit und Entlohnung Neue Formen der Arbeitsgestaltung haben in der Regel auch Auswirkungen auf die Arbeitsinhalte sowie auf die Entlohnung der Beschäftigten. Gleichzeitig ist die Frage nach Personalmindeststan-dards zu stellen.

- Profession und Qualifikation Die Gestaltung von Arbeit in regionalen psychiatrischen Hilfesystemen hat Auswirkungen auf die dort professionell tätigen Personen sowie auf die Qualifikationsentwicklung.


20.12.2011: Pauschalierendens Entgeltsystem - Konsequenzen für das Management

Aktuelles Thema – neues Forum Praxisbewertung: Das Gesetz zum pauschalierenden Entgeltsystem – Konsequenzen für das Management psychiatrischer Einrichtungen

Kurswechsel bei der Umsetzung des KHRG? Das BMG hat kürzlich Eckpunkte veröffentlicht, die neben einer Verlängerung der Einführungsphase auf insgesamt neun Jahre die Stärkung sektorübergreifender Ansätze vorsehen, vor allem durch die Weiterentwicklung der Vorgaben für Modellaufträge und durch die Einbeziehung der Institutsambulanzen. Nach den Arbeiten des InEK mit den Kalkulationskrankenhäusern wird die Anwendung der aktuellen OPS zumindest nachrangig. Beides entspricht den Forderungen der Fachwelt wie zunehmend denen der Krankenkassen - ein „lernendes System“ könnte Wirklichkeit werden.

Der Umsetzungsprozess des KHRG braucht Transparenz. Die Begleitforschung der Selbstverwaltung kommt nicht in Gang. Vor diesem Hintergrund planen Wissenschaftler mit ökonomischer, sozialpolitischer und psychiatrischer Kompetenz und Institutionsberater eine unabhängige Begleitforschung in ausgewählten Regionen, um die komplexen Wirkungen des neuen Entgeltsystems auf Ökonomie, Organisation, Mitarbeiter und Patienten zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für das Management, die Mitbestimmungsgremien und die Beteiligung der Nutzer zu erarbeiten.
Auf der 4. Fachtagung Psychiatrie sollen in einem neuen Forum C die praktischen Konsequenzen des Entgeltsystems und des aktuellen Gesetzesentwurfes diskutiert werden. Für dieses Forum wurden Praktiker aus Management, DRG-Controlling, IT-Unternehmen sowie von Kostenträgern eingeladen. Freuen Sie sich mit uns auf eine anregende Diskussion der Konsequenzen des Referentenentwurfes.


06.12.2011: Den Wandel in der Psychiatrie erfolgreich gestalten

Den Wandel in der psychiatrischen Versorgung erfolgreich gestalten — Neue Wege suchen, finden und gehen

Bremen, 06. Dezember – Die Psychiatrie steht in vielerlei Hinsicht vor größeren Veränderungen, deren Auswirkungen psychiatrische Gesundheitsunternehmen, Mitarbeiter, Versorgungspartner und Patienten betreffen werden. Was bringen die neuen Finanzierungsmodelle? Wie können und müssen sich Unternehmen und ihre Mitarbeiter erfolgreich aufstellen? Wie kann auch künftig eine qualitativ gute psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung geleistet und organisiert werden? Das sind nur einige der Fragen, die die aktuellen Diskussionen beherrschen.

Bereits zum vierten Mal findet die Fachtagung Psychiatrie am 23. und 24. Februar 2012 in Berlin statt. Die zweitägige Veranstaltung setzt ihre Schwerpunkte mit den Themen „Personal — Management — Mitbestimmung“. Beschäftigte sowie Vertreter von Unternehmen und Gewerkschaften, aus Management, Politik und Wissenschaft diskutieren die brennendsten Fragen der psychiatrischen Versorgung in Deutschland.

In Gesundheitsunternehmen und auch in der Psychiatrie gibt es vor dem Hintergrund der demogra-phischen Veränderungen und dem damit zu erwartenden Fachkräftemangel verstärkt die Notwendig-keit, ein betriebliches professionelles Personalmanagement zu verankern, um auch zukünftig eine qualitativ gute Patientenversorgung sicher stellen zu können. Die Weiterentwicklung der regionalen Hilfssysteme zu regionalen, vernetzten, integriert finanzierten Versorgungssystemen wirft beim Thema Personalmanagement ganz neue Fragen auf, insbesondere vor dem Hintergrund eines neuen Ent-geltsystems: Welche Modelle der Arbeitsorganisation müssen für die ambulantisierte Psychiatrie ent-wickelt werden? Wie lässt sich Mitbestimmung trägerübergreifend realisieren? Wie werden sich die Professionen weiterentwickeln? Wie müssen sich die Inhalte in Aus-, Fort- und Weiterbildung verän-dern?

Auf der Fachtagung Psychiatrie werden dazu u. a. vier Themenblöcke dargestellt und mit den Teil-nehmern ausführlich diskutiert:

- Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung Die Arbeit an den Patienten in psychiatrischen Hilfenetzwerken erfordert neue Arbeitsprozesse und -strukturen. Hier gilt es, insbesondere auch aus Erfahrungen in anderen Unternehmens- und Dienstleistungsbereichen zu lernen.

- Personalgewinnung und Personalbindung Ein wichtiger Themenschwerpunkt wird sein, die ‚Erfolgsrezepte guter Arbeitgeber‘ zu beleuch-ten, kritisch zu hinterfragen und geeignete Schlussfolgerungen für die Arbeit in der Psychiatrie und im regionalen Hilfesystem zu diskutieren.

- Arbeit und Entlohnung Neue Formen der Arbeitsgestaltung haben in der Regel auch Auswirkungen auf die Arbeitsinhalte sowie auf die Entlohnung der Beschäftigten. Gleichzeitig ist die Frage nach Personalmindeststan-dards zu stellen.

- Profession und Qualifikation Die Gestaltung von Arbeit in regionalen psychiatrischen Hilfesystemen hat Auswirkungen auf die dort professionell tätigen Personen sowie auf die Qualifikationsentwicklung.


14.11.2011: Fachtagung diskutiert Psychiatriefinanzierung

Schafft der Wandel in der Psychiatrie neben Risiken auch Chancen? Referentenentwurf zur Psychiatrie-Finanzierung vorgelegt – Unsicherheiten beseitigt?

Bremen, 14. November – Vielerorts sorgt die unübersichtliche Phase des Wandels in der psychiatri-schen Versorgung für große Unsicherheit bei Beschäftigten, Führungskräften, Patienten und Angehöri-gen. Für alle Einrichtungen der regionalen psychiatrischen Versorgung bergen mögliche Auswirkungen wie finanzielle Kürzungen, Wettbewerbszunahme und Leistungsverdichtung sowie neue Arbeitsformen und fehlender Nachwuchs viele Risiken. Könnte dies aber auch eine Chance sein, die Situation zu ver-bessern?

Vor wenigen Tagen hat nun das Bundesgesundheitsministerium den Referentenentwurf für ein Gesetz zur Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Ein-richtungen vorgelegt. Sind damit die Unsicherheiten des Wandels geringer geworden, fragt die Fach-tagung Psychiatrie, die am 23. und 24. Februar 2012 zum vierten Mal in Berlin stattfindet?

Der Referentenentwurf bereitet mit der Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems den Weg zu mehr Klarheit und Einheitlichkeit der Finanzierung. „Das ist zu begrüßen“, betont Paul Bomke, Ge-schäftsführer des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie und Moderator des Finanzierungs-Workshops bei der 4. Fachtagung-Psychiatrie. Ein weiterer Pluspunkt aus seiner Sicht: „Wer schnell umsteigt, kann auch mehr Personal finanzieren und damit die Qualität der Versorgung und die Ar-beitsbedingungen verbessern“.

Die verbleibende Unsicherheit besteht vor allem darin, dass die Unterschiede in den Tagespauschalen für die Behandlung der verschiedenen Patientengruppen noch im Dunklen liegen. Daraus werden sich im nächsten Jahr erhebliche Herausforderungen für erforderliche strukturelle Anpassungen ergeben. Positiv zu sehen sind insbesondere die Möglichkeiten zur Stärkung sektorenübergreifender Ansätze und zur Vereinbarung neuer Versorgungsmodelle (einschließlich Home Treatment). Dafür muss die bereits erreichte Vernetzung von Versorgungsangeboten ausgebaut und die einrichtungs- und berufs-übergreifende Zusammenarbeit der Mitarbeiter/innen weiterentwickelt werden. Es kommt jetzt darauf an, auch die Arbeitsmarktstrukturen der unterschiedlichen Leistungserbringer regionaler psychiatrischer Hilfesysteme zu vernetzen.